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Art. 58 KVG – Qualität in der Praxis.Mehr erfahren
QM01. Februar 20265 Min. Lesezeit

OECD-PaRIS & Schweiz: Was Patient:innen berichten – Bedeutung für Praxen

PaRIS misst Versorgungsqualität aus Patientensicht (PREMs/PROMs). Die Schweizer Beteiligung zeigt, wie Praxen eingebunden werden und welche Erkenntnisse für Qualitätsmanagement und Praxisorganisation besonders relevant sind.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • PaRIS misst Versorgungsqualität aus der Perspektive von Patient:innen (PREMs und PROMs)
  • Die Schweiz beteiligt sich aktiv – Hausarztpraxen werden in die Datenerhebung eingebunden
  • Ergebnisse liefern konkrete Impulse für QM-Massnahmen und Praxisorganisation

Worum geht es bei PaRIS?

Die OECD-Studie PaRIS (Patient-Reported Indicator Surveys) erhebt erstmals international vergleichbare Daten zur Versorgungsqualität aus Patientensicht. Im Fokus stehen chronisch kranke Patient:innen in der ambulanten Grundversorgung.

PREMs und PROMs verstehen

Zwei zentrale Konzepte stehen im Mittelpunkt:

  • PREMs – Patient-Reported Experience Measures: Wie erleben Patient:innen die Versorgung? (Kommunikation, Wartezeiten, Koordination)
  • PROMs – Patient-Reported Outcome Measures: Wie bewerten Patient:innen ihr Behandlungsergebnis? (Lebensqualität, Symptomkontrolle)

PaRIS in der Schweiz

Die Schweiz beteiligt sich aktiv an der OECD-PaRIS-Studie. Die Datenerhebung erfolgt in Zusammenarbeit mit Hausarztpraxen und richtet sich an Patient:innen mit chronischen Erkrankungen. Teilnehmende Praxen unterstützen die Studie durch:

  • Bereitstellung anonymisierter Patientendaten
  • Verteilung von Patientenfragebögen
  • Rückmeldung zu Praxisstrukturen und -prozessen

Relevanz für Praxen

Auch ohne direkte Teilnahme profitieren Praxen von den Ergebnissen:

  • Versorgungslücken aus Patientensicht erkennen
  • Benchmarking: Wie steht die eigene Praxis im Vergleich?
  • Kommunikation und Koordination gezielt verbessern
  • QM-Massnahmen evidenzbasiert priorisieren
  • Evidenzbasierte Argumente für QM-Investitionen

Tipp

Integrieren Sie einfache Patientenbefragungen in Ihren Praxisalltag. Schon wenige Fragen zur Zufriedenheit liefern wertvolle Hinweise für Verbesserungen. Verfolgen Sie zudem die BAG-Publikationen zur PaRIS-Studie.

Fazit

PaRIS macht Versorgungsqualität messbar und vergleichbar. Die Perspektive der Patient:innen ist ein unverzichtbarer Baustein für ein umfassendes Qualitätsmanagement. Für Praxen in der Schweiz bedeutet das: neue Impulse für die eigene Qualitätsentwicklung.

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